Handverpaarung des Schwalbenschwanzes Papilio machaon

Krimi- und Fantasy-Autoren beraten, imkern und nun auch noch Schmetterlingssex auf dem Schreibtisch. Für unser Projekt auf dem Dachgarten der Bundeskunsthalle werden Schmetterlinge vermehrt. Insbesondere der Schwalbenschwanz Papilio machaon, von dem ich letztes Jahr 7 Puppen auf der Wildblumenwiese gefunden hatte, soll dort natürlich wieder ausgewildert werden – aber möglichst viele…

Zwei Schwalbenschwänze bei der Paarung

Zwei Exemplare des Schwalbenschwanzes bei einer von Hand durchgeführten Paarung

Im Juni zum Museumsmeilenfest wird es auf dem Dachgarten eine Greifvogelschau geben und im späteren Verlauf des Junis wollen Wolfgang Hürter, Stefan Altmeyer und ich zusammen mit dem Ornithoport-Kurator Stephan Andreae möglichst viele Schwalbenschwänze starten lassen. Damit das klappt, hat die Bundeskunsthalle die erforderlichen Genehmigungen zur Zucht dieses besonders geschützten heimischen Schmetterlinges besorgt und mittlerweile wird fleißig vermehrt.

Für den Schmetterlingszüchter Wolfgang Hürter ist das “Zusammenstricken”, so nennt er die Handverpaarung der Falter wenig erotisch, längst Routine. Er hat uns den Vorgang mehrfach demonstriert und mittlerweile können auch Stefan Altmeyer und ich Schmetterlingspärchen “zusammenstricken”. Bei mir wurden heute Abend drei Pärchen gebildet, davor hatte Wolfgang Hürter vier und Stefan Altmeyer neun Verpaarungen durchgeführt.

Nun heißt es warten. Der eigentliche Akt, bei dem das Schmetterlingsmännchen sein Spermapaket in das Weibchen pumpt, dauert etwa eine Stunde. Und dann kann theoretisch die Eiablage losgehen, etwa 100 Eier und mehr pro Weibchen sind durchaus möglich. Futterpflanzen für die Raupen sind in ausreichender Menge da, Gartenfenchel, Wilde und Kulturmöhre sowie Weinraute stehen zur Verfügung.

Posted in Papilio machaon, Schmetterlingsgarten | Tagged , , , , | Leave a comment

Von Krimis zum Roman – Mord in Rostock und Vampire in Bonn

In meiner ja nun schon recht langen Imkerkarriere bin ich schon so manches Mal gefragt worden, was direkt oder indirekt mit Bienen zu tun haben könnte. Vor gut einem Jahr rief eine Autorin an, die für die Krimo-Serie Soko Rostock oder Wismar, genau erinnere ich mich nicht mehr, am Recherchieren war. In dem skizzierten fall kam auch ein Imker vor, und die Autorin überlegte, wie man aus einem Imker einem Mörder machen könnte. Letztendlich sollte “ne fiese Möp” um die Ecke gebracht werden im Kontext Landwirtschaft-Gentechnik-Umwelt. Wir überlegten, welche der imkerlichen Geräte von Stockmeißel bis Honigschleuder geeignet wäre, jemanden zu ermorden. Soweit ich weiß, wird der Beitrag in diesem Frühsommer gedreht.

Im Herbst erscheint der Roman Hochzeit der Vampire des Godesberger Autors Hagen Ulrich

Im Herbst erscheint der Roman Hochzeit der Vampire des Godesberger Autors Hagen Ulrich

Nun kam was ganz anderes hinzu. Weihnachtsmarkt 2011, ein lockerer Kreis ging ins Kino, gerade lief ein Twilight-Film an, der vorletzte aus der Staffel. Wir waren ein paar Jungs, umringt von 380 weiblichen Kinogängerinnen zwischen 15 bis 30. Und als der Film lief  und die beiden männlichen Protagonisten testosterongebläht über die Leindwand tobten, ging jedesmal ein kollektives Aufseufzen durch die Reihen der Zuschauerinnen von “Ist der süß” bis “Ich will auch so einen”. Und als der Film zu Ende war, standen im Foyer an den Tischen ein paar Zuschauerinnen mit ihren fassungslosen männlichen Begleitern, die nicht wußten, was sie dazu sagen sollten. Irgendwo fiel dann der Spruch “Scheiß auf den Prinzen auf weißem Pferd, ich will einen Vampir mit Volvo!”

Ich würde mal sagen, daß an diesem Abend 100 Jahre Emanzipation den Bach runtergingen und einigen Klischees zum Opfer fielen. Arme Alice Schwarzer!

Nach dem Film gingen wir ins Limao, ein nettes kleines brasilianisches Restaurant mit hervorragenden Caipirinhas, und setzten dort in alkoholgeschwängerter Umgebung die Diskussion fort. Bald landeten wir bei der Überlegung einer Fiktion. Was wäre wenn es tatsächlich Vampire gäbe? Und sie nach Bonn kämen? Was würde die FDP dazu sagen? Gäbe es eine verringerte Mehrwertsteuer auf Blutkonserven? Würden die Grünen auf Parteitagen eine Quote für Vampire einführen? Allerwichtigste Frage überhaupt, können Vampire mit Bienen umgehen? Man kann in so einer Runde herrlich rumspinnen.

Einer der Anwesenden, der Godesberger Hagen Ulrich hat da mehr draus gemacht. Er hat einige Wochen im Januar und Februar daran gewerkelt, Entwürfe skizziert und Verlage angeschrieben. Und ein Verlag hat tatsächlich die Idee aufgenommen und fand sie gut. Er will das Buch publizieren, welches im Herbst erscheint unter dem Titel “Hochzeit der Vampire“. Unter nebenstehenden Link kann man mehr lesen, eine Leseprobe und die Charaktere sehen. Ich fand es spannend, ein wenig daran mitzuwirken und habe es genossen, die einzelnen Kapitel vorab zu lesen.

Posted in Dies und das | Tagged , , , , | Leave a comment

Märkische Allgemeine: Mehr Unterstützung für ansiedlungswillige, engagierte Imker wünscht sich K. D. Grote

Die Sorgen der Imker sind seit Jahren bekannt. Bienensterben, Milben und Pestizide dezimieren ihre Völker. Und weil immer mehr Mais für die Herstellung von Bioenergie angebaut wird, finden die Bienen weniger Nahrung. Dabei ist der kaum zu beziffernde Nutzen der Bienen unbestreitbar. Ganze Obstplantagen bestäuben die kleinsten Nutztiere kostenlos und machen so die Ernte überhaupt erst möglich. Der Ertrag aus dem Verkauf von Honig und Kerzen bringt den Imkern nur einen minimalen Gegenwert. Umso verwunderlicher ist es, dass…

Weiterlesen: Märkische Allgemeine vom 18.05.2012

Posted in Pressespiegel | Tagged , , , , | Leave a comment

Huffington Post: Bee Kills in the Corn Belt: What’s GE Got to Do With It?

In the last few weeks beekeepers have reported staggering losses in Minnesota, Nebraska and Ohio after their hives foraged on pesticide-treated corn fields. Indiana too, two years ago. What’s going on in the Corn Belt?

No farmer in their right mind wants to poison pollinators. When I spoke with one Iowa corn farmer in January and told him about the upcoming release of a Purdue study confirming corn as a major pesticide exposure route for bees, his face dropped with worn exasperation. He looked down for a moment, sighed and said, “You know, I held out for years on buying them GE seeds, but now I can’t get conventional seeds anymore. They just don’t carry ‘em.”

Weiterlesen: Huffington Post vom 16.05.2012

Posted in Bienensterben, Pressespiegel | Tagged , , , , , , , | Leave a comment

Erst bauen dann schauen! Das Wildbienenprojekt im Wissenschaftsjahr 2012

Viele Menschen glauben, dass alle Bienen Honig produzieren, in Staaten leben und tanzen, um miteinander zu kommunizieren. Dabei gibt es in Deutschland neben der Honigbiene noch etwa 560 andere Bienenarten: so genannte Wildbienen, die mehrheitlich alleine leben und zur Hälfte vom Aussterben bedroht sind. Bienen sind dabei die wichtigsten Pflanzenbestäuber. Diese nützlichen Insekten brauchen unseren Schutz.

Das Wissenschaftsjahr 2012 Zukunftsprojekt Erde des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD) macht auf die Lage der Wildbienen mit einem Gewinnspiel für die ganze Familie aufmerksam. Unter dem Motto Erst bauen, dann schauen können die Teilnehmenden ein Insektenhotel, also einen Nistplatz für Wildbienen, bauen und fotografieren. Wer das originellste Hotel anfertigt, kann einen einmaligen Hauptpreis gewinnen: Er darf einer neu entdeckten Bienenart seinen Namen geben. Der Wettbewerb startet am 14. Mai und endet am 8. Juli.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie die Aktion des Wissenschaftsjahrs 2012 redaktionell aufgreifen würden. Dafür haben wir für Sie einen Hintergrundartikel über Wildbienen, ein Interview mit einer Bienenforscherin sowie aktualisierte Tipps zum Selberbauen eines Bienenhotels zusammengestellt. Gerne senden wir Ihnen bei Bedarf auch Fotomaterial zu.

Über die Zusendung eines Belegexemplars würden wir uns freuen.

Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Seit dem Jahr 2000 fördern sie den Austausch zwischen Öffentlichkeit und Forschung. Im Wissenschaftsjahr 2012 Zukunftsprojekt Erde stehen drei zentrale Fragen im Mittelpunkt: Wie wollen wir leben? Wie müssen wir wirtschaften? Und: Wie können wir unsere Umwelt bewahren? Damit fördert das Wissenschaftsjahr 2012 die gesellschaftliche Debatte über die Ziele, Herausforderungen und Aktionsfelder einer nachhaltigen Entwicklung.

Kontakt | Redaktionsbüro Wissenschaftsjahr 2012 Zukunftsprojekt Erde
Katja Wallrafen | Selina Byfield
Saarbrücker Straße 37 | 10405 Berlin
Tel.: +49 30 319864055 | Fax: +49 30 818777-25
redaktionsbuero@zukunftsprojekt-erde.de
http://www.zukunftsprojekt-erde.de

Posted in Veranstaltungshinweise | Tagged | Leave a comment

Soudouest.fr: Le conseil municipal enfants, roi du piège à frelons

C’est le moment de piéger le frelon asiatique avant la nidation, c’est pourquoi le maire, Pascal Laperche, a initié les enfants du conseil municipal, à la fabrication d’un piège fait d’une bouteille d’eau en plastique découpée au tiers, la partie entonnoir retournée dans l’autre partie de la bouteille, deux trous sont fait pour passer une ficelle et pour accrocher. Il suffit ensuite de remplir le fond de bière additionnée de grenadine pour attirer les frelons et rajouter un peu de vin blanc afin de repousser les abeilles.

Weiterlesen: Sudouest 12.05.2012

Posted in Pressespiegel, Vespa velutina | 1 Comment

Fränkische Schweiz: Geistliche als Gärtner und Obstbauern (und Imker)

Ausstellung im Diözesanarchiv widmet sich den „Pomologen im Ornat“

Biene bei der Bestäubung einer Apfelblüte

Biene bei der Bestäubung einer Apfelblüte

(bbk) „Gleichwohl ist unser landesväterlicher Wunsch, … daß auf den Unterricht in der Baumzucht die vorzüglichste Sorge verwendet werden solle.“ Diese Verordnung erließ der Bamberger Fürstbischof Franz Ludwig von Erthal im Jahr 1790. Sie steht exemplarisch für das jahrhundertelange Bemühen von Kirche und Geistlichen, den Obstanbau zu fördern. Eine am Donnerstagabend (10.03.12) im Archiv des Erzbistums Bamberg eröffnete Ausstellung geht dieser wenig bekannten klerikalen Tradition auf den Grund.

Weiterlesen: Der neue Wiesentbote vom 11.05.2012

Posted in Bienenzucht, Veranstaltungshinweise | 1 Comment

Bis zu 80 Prozent Verlust: Ungewöhnliches Bienensterben in Gera

Imker der Region verzeichnen 70 bis 80 Prozent Verluste. Ob die Ursachen beim Pestizideinsatz liegen, kann laut Landwirtschaftsamt nicht eindeutig gesagt werden. Imker hoffen auf Bürger, die wilde Bienenschwärme melden.

Weiterlesen: OTZ vom 12.05.2012

Posted in Bienensterben, Pressespiegel, Varroa | Tagged , , , , , , , , , , , , | 1 Comment

Gärten für Wildbienen – Wie man im eigenen Garten Naturschutz betreiben kann

Im Rahmen des Tages der Biodiversität findet am nächsten Sonntag neben weiteren Veranstaltungen im Nutzpflanzengarten Bonn (s. http://www.botgart.uni-bonn.de/biodiv2012/artenvielfalt2012.php) auch eine Führung zu Wildbienen statt:
Sonntag, 20.05, 14.00 bis ca. 16 Uhr
Blattschneiderbiene

Eine Blattschneiderbiene an einer Duftwicke

Die Vielfalt heimischer Wildbienen ist deutlich höher als allgemein angenommen. Diese Vielfalt ist auf ein entsprechend vielfältiges und umfangreiches Blütenangebot angewiesen. Dabei spielen Gärten eine wesentliche Rolle.


Was macht einen Garten geeignet für Wildbienen? Worauf muss ich achten? Wie finden die Bienen in meinen Garten? Diese und andere Fragen stehen diesmal im Mittelpunkt der Exkursion. Dabei sehen wir uns auch die Nistwand und ihre Bewohner an.

Treffpunkt: Eingang zum Nutzpflanzengarten, Carl-Troll- Straße (Poppelsdorf),
(zu erreichen mit Buslinien 601-603 und 631)

Leitung: Diethelm Schneider
Telefon: 6 20 46 01
Posted in Veranstaltungshinweise | Tagged , | Leave a comment

Donaukurier: Symposium zu Beuys und die Bienen

Pfaffenhofen (PAF) Während der Ausstellung „Beuys und die Demokratie“ im vergangenen Jahr entstand die Idee, einen weiteren Aspekt im Schaffen des Künstlers sichtbar zu machen: Die Verbindung von Joseph Beuys Werk zu den Bienen. Dazu startet am Freitag, 18. Mai, ein dreitägiges Symposium, das bis Sonntag, 20. Mai, dauert.

Weiterlesen: Donaukurier vom 11.05.2012

Posted in Pressespiegel, Veranstaltungshinweise | Tagged | Leave a comment